Haaaave you met ....?! dipol_fabian_c_privat

Published on Juli 14th, 2013 | by Manuel Simbürger

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Haaaave you met … Fabian Triphan?!

Blogger müssen sich gegenseitig unter die Arme greifen, sich kollegial unterstützen. Weshalb „This is the (new) shit“ diesmal  Fabian Triphan und seinen „Dipol-Blog“ vorstellt. Der deutsche 24-Jährige kennt sich aus mit großen Gefühlen. Weshalb er für meinen Fragebogen genau der Richtige ist.

(c) privat

Blogs gibt es ja wie Sand am Meer (was kein Grund ist, diesen hier nicht zu lesen!!). Manchmal aber gibt es tatsächlich Blogger, die wissen, was sie tun (hehe) und die sich mit dem, was sie da online so fabrizieren, tatsächlich einen Namen machen können. Denn Blogs sind vor allem eines: die eigene Persönlichkeit, verpackt in Bildern und Texten. Ohne auf Zensur oder Quoten Rücksicht nehmen zu müssen. Wenn das ankommt, ist das natürlich schmeichelhaft und eine tolle Sache.

Der 24-Jährige Fabian Triphan ist solch ein Blogger. Seit 2007 schreibt er in seinem „Dipol-Blog“ über alles, was das Herz begehrt, es schmerzen und wieder zusammenflicken lässt. Er schreibt über das Leben, die Liebe, die Leidenschaft, manchmal über Sex, aber immer über eines: zwischenmenschliche Gefühle. Dass er das alles aus schwuler Sicht tut, ist da beinahe schon nebensächlich (oder auch nicht, je nachdem, wie man es sehen mag). Denn Triphan schreibt über universelle Gefühle, die jeder kennt. Und keinem kalt lassen.

 

Name: Fabian Triphan

Alter: 24

Blogger bin ich seit: Mit dem Bloggen angefangen habe ich im Jahr 2005 – der Dipol-Blog entstand im Dezember 2007.

Wie geht es Dir: Etwas nervös und angespannt, aber das legt sich auch wieder.

Darüber schreibe ich am liebsten: Über alles, was mich bewegt oder zum Nachdenken bringt.

Wie ist die Idee zu Dipol-Blog entstanden? Der Dipol-Blog ist im Dezember 2007 aus einer Art innerer Notwendigkeit entstanden: Ich brauchte ein emotionales Ventil. Da ich eher ein zurückhaltender Junge war, der sich schwer tat, über Gefühle zu sprechen, begann ich einfach, sie aufzuschreiben und in Texten zu verarbeiten. Den Link zu den Texten habe ich dann immer mal wieder an schwule Freunde weitergeleitet. Ich habe gemerkt: Mit dem, was ich fühle und wie es mir geht, bin ich nicht allein.
Dabei war der Blog nie ein Tagebuch: Die Texte sind zwar persönlich, aber nicht privat.

Wenn Dein Leben verfilmt würde, wie wäre der Titel dieses Films und wen wünscht Du Dir in der Hauptrolle?
Mein Leben würde nicht als Film, sondern als HBO-Serie verfilmt werden. Der Arbeitstitel ist „Karotten und Esel“; das klingt zwar zuerst merkwürdig, aber er macht Sinn. Grundlage für die Verfilmung ist das gleichnamige Buch, das ebenfalls noch erscheinen wird. Es sei gesagt, dass es dabei nicht um Tiere geht. Für die Hauptrolle müsste dann ein attraktiver, junger, sensibler Mann gecastet werden, möglichst unbekannt. Hauptsache, es wird nicht Daniel Radcliffe.

Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg – was ärgert Dich mehr und warum?
Ein ungerechtfertigter Erfolg eines Konkurrenten tangiert mich nicht weiter, solange es nicht auf meine Kosten geschehen ist. Ich würde mich also über meinen eigenen Misserfolg mehr ärgern, wenn er ungerechtfertigt ist. Denn das hieße, dass ich es versucht habe und trotzdem zu Unrecht gescheitert bin. Aber auch das gehört zum Leben dazu.

Paartherapie oder Romantikurlaub am Traumstrand – was würdest Du tun, um Deine Beziehung zu retten? Und wieso? Das überlege ich mir, wenn es mal so weit ist.

Was macht Dich trauriger – unerfüllte Träume, oder Träume, die vor langer Zeit schon in Erfüllung gegangen sind?
Erfüllte Träume werden im schlimmsten Fall zu sentimentalen Erinnerungen, aber unerfüllte Träume sind unerreichte Ziele. Ohne Ziele im Leben verläuft man sich leicht. Und noch schlimmer: man weiß nicht, wann man angekommen ist. Dann aber schließt sich der Kreis.

Das ist neu und gut: Der Dipol-Blog hat ein neues Design bekommen. Außerdem das Debutalbum von Tom Odell, Henry Cavill in Man of Steel und die Serie „Under The Dome“ nach dem Roman von Stephen King.

Das ist neu und schlecht: Es lohnt sich nicht, darüber Worte zu verlieren.

Das letzte Mal habe ich gelacht, als…:ich „The Big Bang Theory“ angeschaut habe.

Das letzte Mal habe ich geweint, als …:  Das ist schon lange her, als ich richtig geweint habe.

Liebe bedeutet für mich …:  Lust und Leidenschaft. Ein Band der Verbundenheit, das immer da war und nur entdeckt werden muss. Das bedeutet aber auch, dass man es nie durchtrennen kann. Nur vergessen – mit der Zeit.

Wie leicht fällt es Dir, mit einem attraktiven Mann zu sprechen und sich dabei nicht vorzustellen, wie es mit ihm im Bett wäre?
Ich denke eigentlich nicht sofort daran, mit jemanden in die Kiste zu steigen. Da achte ich zuerst auf andere Signale. Okay, wenn er wirklich super heiß ist, dann fließt das vielleicht auch in die Überlegung mit ein.

Lebenslanger aufregender, absolut geiler Sex , dafür Führerschein aufgeben. Oder Führerschein behalten inklusive tolles Auto – was würdest Du wählen? Oder gibt es einen fairen Deal?
Ich musste kurz schmunzeln. Das ist einfach. Ich mache mir absolut nichts aus Autos. Deshalb wähle ich den lebenslangen, geilen Sex. Mit einer Einschränkung: alle paar Monate hätte ich dann gerne mal einen Tag Pause.

Wie kommen wir der Wahrheit näher? Durch Nachdenken oder durch Nachforschen?
Nach meinem Studium weiß ich: am Anfang steht die Theorie und dann folgt die empirische Forschung. Also zuerst nachdenken und dann nachforschen. Ich finde, das gilt auch im Alltag: bevor ich mir zum Beispiel ewig einen Kopf mache, weil ich nicht weiß, woran ich gerade bei einem Kerl bin, dann frage ich einfach direkt nach. Eine klare Antwort schenkt so viel Zeit.

Besitzt der Mensch einen freien Willen? Gibt es Deiner Meinung nach einen Beweis dafür?
Vermutlich besitzt der Mensch keinen freien Willen, was ich irgendwie beruhigend fände. Der freie Wille besitzt mich, da bin ich mir ziemlich sicher.

Das gibt es beruflich Neues bei mir:  Ein Text von mir erschien kürzlich gedrückt, weitere werden folgen. Anfragen einfach an mail@dipol-blog.ch.

http://dipol-blog.de
http://dipol-blog.ch

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About the Author

Ich bin freiberuflicher Journalist in Österreich (I’m a freelance journalist in Austria) – und wie das bei Journalisten so ist, schreibe ich über alles (naja, fast alles) lieber als über mich selbst. In meinem Fall: Kultur, Pop, Popkultur – und alles, was dazwischen liegt. Weil man Lifestyle, Musik, Film, TV, Gesellschaftskritik, Politik und Gossip nun mal nicht trennen kann. Weil Populärkultur der Spiegel der Gesellschaft ist. Und weil ich als Journalist der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten will. Man könnte auch sagen: Popkultur mit Niveau. Infotainment vom Feinsten.



2 Responses to Haaaave you met … Fabian Triphan?!

  1. Holger says:

    Vielen Dank, dass du mich durch diesen Beitrag auf zwei wirklich schöne Blogs aufmerksam gemacht hast. Einerseits das von Fabian und dann natürlich durch den Tweet auf deines. Ihr beide gehört ab sofort zu meiner regelmäßigen Lektüre.

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