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Published on Oktober 8th, 2013 | by Manuel Simbürger

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PIC OF THE DAY: Artpop-Cover von Lady Gaga

 

 

 

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Bisher sind die Reaktionen auf Lady Gagas “Artpop”-Phase ja eher bescheiden. Die erste Single “Applause” ließ sowohl Fans als auch Kritiker eher enttäuscht zurück und konnte auch nicht in den Charts an Gagas frühere Erfolge anknüpfen. Auch andere bereits geleakte Songs des am 8. November erscheinenden Albums “Artpop” sind auch mehr Tralala als mitreißende Popsongs.

Nun veröffentliche Gaga herself via Twitter das offizielle “Artpop”-Cover. Und was bekommen wir hier zu sehen? Eine mehr tote als lebendige Gaga, von Star-Künstler Jeff Koons als versteinerte Skultpur in Szene gesetzt, blickt uns entgegen, umgeben von Fragmenten aus Renaissancen-Bildern. Ihren Körper verhüllt nur eine blaue Discokugel (ein Tribut an ihre “Fame”-Anfänge?!), ihre Brüste hält Gaga lasziv mit ihren Händen und der blonden (Perücke-)Mähne bedeckt.

Wirklich aufregend wirkt das nach all den kreativ-irrwitzigen Nacktauftritten der Sängerin in den letzten Jahren nicht mehr. Der Trend, dass Sängerinnen heutzutage mehr auf nackte Körper anstatt auf ihr Können setzen, scheint sowieso bereits das Verfallsdatum überschritten zu haben. “Why don’t people wear clothes anymore?” war nur eine von den durchaus gemischten Reaktionen auf das Albumcover, die auf Facebook zu lesen sind.

Um aber fair zu bleiben: Es ist bei weitem nicht das schlechteste Cover einer Pop-CD, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. Es verweist durchaus auf Gagas Kreativität und ihren Mut, Neues auszuprobieren. Trotzdem: Dass “Artpop” die Musikwelt verändern wird, wie Gaga bereits voriges Jahr ankündigte, scheint mit diesem am Ende des Tages doch recht unspektakulärem Cover noch unwahrscheinlicher zu sein.

Manchmal sollte man den Mund eben doch nicht zu voll nehmen. Schon allein deshalb, weil die dadurch entstehenden Erwartungshaltungen per se nicht erfüllt werden können. Enttäuschungen sind so also vorprogrammiert.

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About the Author

Ich bin freiberuflicher Journalist in Österreich (I’m a freelance journalist in Austria) – und wie das bei Journalisten so ist, schreibe ich über alles (naja, fast alles) lieber als über mich selbst. In meinem Fall: Kultur, Pop, Popkultur – und alles, was dazwischen liegt. Weil man Lifestyle, Musik, Film, TV, Gesellschaftskritik, Politik und Gossip nun mal nicht trennen kann. Weil Populärkultur der Spiegel der Gesellschaft ist. Und weil ich als Journalist der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten will. Man könnte auch sagen: Popkultur mit Niveau. Infotainment vom Feinsten.



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