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Published on Januar 25th, 2015 | by Manuel Simbürger

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The X-Files: The Truth comes back

In den 1990er Jahren gab es bei weitem noch nicht so viele TV-Serien wie heute. War auch nicht nötig: Es gab The X-Files. Und mehr brauchte es tatsächlich nicht: Schließlich hielten all die Verschwörungstheorien rund um außerirdische Ungustl, politische Ungustl und Leber-fressende Ungustl die ganze Welt beinahe ein Jahrzehnt lang in Atem. Als David „Spooky“ Duchovny den Ausstieg ankündigte und nur noch sporadisch in der Serie zu sehen war, war jedoch auch im X-Universum der Beginn des wirklichen Endes gekommen. Zwar konnte Gillian „Sexy Redhead“ Anderson sich durchaus alleine on-screen behaupten, das gewisse Etwas, das Flair, das für die X-Files so typisch war, war allerdings verflogen. Danach vögelte sich Duchovny in „Californication“ erfolgreich durch die Gegend und Anderson machte nach den X-Akten eine auf Engländerin und war dort erfolgreich auf den Theaterbühnen und im TV (unbedingt „The Fall“ mit „Mr. Grey“ Jamie Dornan ansehen!) zugange, bevor sie in „Hannibal“ als wohl schlechteste Psychotherapeutin der Welt versucht, einen weiteren Leber-fressenden Ungustl zur Vernunft zu bringen. Das war und ist alles nett, teils gelungen sogar, aber so richtig dasselbe war es nie mehr, seitdem die X-Akten Anfang der Nullerjahre geschlossen wurden.

2008 gab’s zwar eine Reunion zwischen Anderson und Duchovny alias Scully & Mulder auf der Kinoleinwand, „Akte X – Jenseits der Wahrheit“, der zweite Kinofilm der Kultserie, war aber alles in allem ein eher lauwarmer Versuch, den einstigen Kult nochmals zum Leben zu erwecken. Trotzdem – weil die Liebe zu Scully & Mulder immer noch so groß ist (oder weil sie aus Fehlern einfach nicht lernt), ließ Gillian Anderson, immer noch die der sexieste Redhead im TV und auf der Kinoleinwand, vor kurzem in einem Interview verlautbaren, dass sie absolut und vollkommen und ganz und gar und überhaupt Interesse hätte, erneut auf Monsterjagd zu gehen (die Gute war in dem Gespräch wirklich sehr, sehr euphorisch!). Und nun sprach sich sogar David Duchovny, der in den letzten Jahren dem Franchise eher skeptisch gegenüber stand, positiv für eine Fortsetzung jener Serie aus, die den Grundstein für solch televisionäre Knaller wie „Buffy“, „Supernatural“ oder „CSI“ legte.

Nur Wunschdenken der beiden Stars, wieder an alte, ganz große Erfolge anknüpfen zu können? Nein, scheint nicht so zu sein. Weil im X-Universum eben nichts unmöglich ist, hat der US-Sender Fox nun bestätigt, dass es tatsächlich erste Gespräche dazu gebe, die X-Akten wieder zu eröffnen. Auch Chris Carter ist an Bord, klar, ohne den X-Übervater (und wahren „Mr. X“) geht hier schließlich gar nix. In einem Interview darauf angesprochen – und nun kommt’s! – gab Duchovny zu Protokoll, dass es sogar eher früher als später dazu kommen könnte. Eine ganze Staffel mit 22 Episoden schließe er aber aus („Wir sind alle alt und haben nicht mehr die Kraft dafür!“), aber eine Art Mini-Serie wäre durchaus in seinem Interesse. Und wohl auch der von Anderson, die könne dann nämlich weiterhin getrost dem Kannibalen die Leviten lesen und trotzdem auf Jagd nach mysteriösen, angsteinflößenden Charakteren gehen (ich erkenne hier einen gewissen roten Faden …). Und Chris Carter dürfte überhaupt froh sein, dass es, in welcher Form auch immer, zu einer X-Reunion kommt: Seine für Amazon geplante Mystery-Serie „The After“ wurde von den Verantwortlichen vor kurzem fallen gelassen.

Auf jeden Fall: Klingt gut und alle X-Files-Fans dürfen sich freuen! Dass eine Weiterführung von einstigen Kultserien in Form eines Mini-Formats gut funktioniert, hat man als letztes bei „24: Live Another Day“ gesehen. Und auch „Heroes“ geht in Kürze als Mini-Event unter dem Titel „Heroes: Reborn“ nochmal auf Sendung. Man darf also gespannt sein – auch, ob die Ereignisse der offiziellen 10. X-Files-Staffel, die aktuell in Form von Graphic Novels veröffentlicht wird, in der Miniserie berücksichtigt werden ….

(Ich bin sicher, du gehst jetzt auf Amazon und suchst nach „The X-Files Season 10“ ….)

 

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About the Author

Ich bin freiberuflicher Journalist in Österreich (I’m a freelance journalist in Austria) – und wie das bei Journalisten so ist, schreibe ich über alles (naja, fast alles) lieber als über mich selbst. In meinem Fall: Kultur, Pop, Popkultur – und alles, was dazwischen liegt. Weil man Lifestyle, Musik, Film, TV, Gesellschaftskritik, Politik und Gossip nun mal nicht trennen kann. Weil Populärkultur der Spiegel der Gesellschaft ist. Und weil ich als Journalist der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten will. Man könnte auch sagen: Popkultur mit Niveau. Infotainment vom Feinsten.



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