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Published on Oktober 29th, 2014 | by Manuel Simbürger

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Haaaave you met … Christian Kohlhofer?!

Endlich wieder ein hell leuchtender Stern auf Österreichs Talente-Himmel: Der 31-Jährige Christian Kohlhofer begeistert auf Österreichs Bühnen mit Charme, Natürlichkeit und, klar, ganz viel Talent. Ein echter Steirerbua eben.

(c) Bianca Kübler

(c) Bianca Kübler

Wenn man Christian Kohlhofer auf der Bühne spielen sieht, dann sieht man  dem Nachwuchstalent in jeder Sekunde an, dass er nirgendwo anders sein  möchte – nicht in diesem Moment und nicht sonst wann: Kohlhofer verliert  sich in seinen Figuren, ohne den schmalen Grad des Über-Dramatisierens zu  überschreiten. Dabei legt er eine Vielfältigkeit an den Tag, die beneidenswert  ist, denn Kohlhofer scheint in jedem Genre zuhause zu sein – sogar im noch  relativ unbekannten Genre „Lesetheater“, wo er Schulkindern inszenatorisch  vorgelesene Texte präsentiert. Denen gefällt’s und uns auch. Der gebürtige Steirer fühlt sich mit unaufgeregter Lässigkeit in seine Figuren ein, als hätte er niemals  was anderes getan. Na gut, hat er ja fast auch nicht. Aber am besten erzählt er  selbst:

„Ich hab nach einem abgeschlossenen Theater-, Film und  Medienwissenschaftsstudium eine Schauspielausbildung an der  Schauspielschule Krauss angehängt, die ich 2010 abgeschlossenen habe. Meine  ersten beruflichen Stationen waren eine Österreichtournee mit dem Stück  „Wut.zur.Heim.AT“ (Verein Cocon, Regie: Emel Heinreich) und zwei  Produktionen im Schuberttheater Wien. In den letzten Jahren habe ich einige  Produktionen im Theater Spielraum in der Kaiserstraße gespielt, zuletzt in „Der Zauberberg“ von Thomas Mann (Regie: Gerhard Werdeker) und „Der Streit“ von Marivaux (Regie: Peter Pausz), die letzten Sommer habe ich im wunderbaren Weinviertel verbracht beim Märchensommer Niederösterreich (Regie: Nina Blum), wo jedes Jahr ein interaktives Kindermusical im Schloss Poysbrunn zu sehen ist. Da war ich bereits ein mutiger Indianer, ein bücherfressendes Schlossgespenst, ein wunderschöner Elf und der Hutmacher aus dem Wunderland.

Seit einigen Jahren mache ich mit meinen KollegInnen Karoline Gans, Regis Mainka, Hannelore Schmid und Katharina Köller Lesetheaterstücke, die wir österreichweit an Schulen spielen. Aktuell haben wir in Kooperation mit dem Buchklub der Österreichischen Jugend „Geschichtendrache Ü lernt fliegen“ für die Volksschule und „Entschuldigung, ist hier das Ausland?“ ab der 7. Schulstufe im Angebot. Letzteres ist im Rahmen des Buchklubprojekts „Offene Grenzen“ entstanden und erzählt einzelne Geschichten von jungen Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, verlassen haben, verlassen wollen. Unsere Version von Lesetheater ist eine Kunstform zwischen Literatur und Theater, in der lesend gespielt und spielend gelesen wird, begleitet von eigens komponierten Liedern, die live performt werden.“

Zwischendurch hat Kohlhofer noch Zeit gefunden, sich dem strengen „New Shit“-Fragebogen zu stellen:

 

Name: Christian Kohlhofer

Alter:  31

Schauspieler bin ich seit: einigen Jahren, beruflich zumindest

Wie geht es Dir?  Noch ein wenig rekonvaleszent, bin vor kurzem aus dem    Krankenhaus zurück.

An dieses berufliche Erlebnis denke ich besonders gerne zurück:  an  den  Hutmacher in „Alice im Wunderland“ beim Märchensommer  Niederösterreich. Den hab ich diesen Sommer gespielt und der hat richtig Spass gemacht

Schauspielen bedeutet für mich …:  ein Beruf, der mir sehr große Freude  bereitet. Gott sei Dank.

Kennenlernen würde ich gerne …  Cate Blanchett

Es beflügelt mich, wenn …:  ich beispielsweise beim Kindertheater die lachenden und aufmerksamen Gesichter der Kids sehe und merke, dass Ihnen gefällt, was wir da auf der Bühne veranstalten

Wenn Dein Leben verfilmt werden würde – wie wäre der Titel und wer würde die Hauptrolle (also Dich) spielen?
„1001 Dates, die du nicht haben möchtest“ und ich hätte gerne Cate Blanchett in der Hauptrolle. Sie hat doch bereits Bob Dylan so wunderbar hinbekommen

Hast Du an Deiner Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Deine Arbeit zu Deiner Karriere geführt?
Ziele sind für jeden Beruf wichtig. Ich arbeite grundsätzlich sehr viel an mir als Schauspieler, habe jedoch schnell die Erfahrung gemacht, dass mir in diesem Beruf sehr viele Dinge glücklicherweise passieren, die man schwer gezielt herbeiführen kann.

Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg – was ärgert Dich mehr und warum?
Ich versuche mich grundsätzlich nicht zu ärgern. Das führt doch zu nix. Stimmt nicht ganz. Am meisten ärgert’s mich, wenn das Tonic ausgeht.

Was macht Dich trauriger – unerfüllte Träume, oder Träume, die vor langer Zeit schon in Erfüllung gegangen sind?
Unerfüllte Träume gibt’s nicht, kann doch alles noch passieren. Und Träume, die bereits in Erfüllung gegangen sind, sind etwas Wunderschönes.

Das ist neu und gut: „Before too long“, ein geiles Duett von Missy Higgins und Amanda Palmer

Das ist neu und schlecht: Dass es Landeshauptmänner gibt, die leerstehende Kasernen kaufen wollen, nur um sie nicht als Asylquartiere zur Verfügung stellen zu müssen

Das letzte Mal habe ich gelacht, als…:  ich gestern „Alice“ im Schuberttheater gesehen habe

Das letzte Mal habe ich geweint, als …:  ich „Tausend strahlende Sonnen“ von Khaled Hosseini gelesen habe. Ein unglaublich packendes, berührendes und ergreifendes Buch.

Lebenslanger aufregender, absolut geiler Sex , dafür Führerschein aufgeben. Oder Führerschein behalten inklusive tolles Auto – was würdest Du wählen? Oder gibt es einen fairen Deal?
Sex, what else.

 Wie kommen wir der Wahrheit näher? Durch Nachdenken oder durch Nachforschen?
Hängt von der Art der Wahrheit habe. Ich denke gern nach. Und viel. Und viel zu viel und viel zu oft.

 Besitzt der Mensch einen freien Willen? Gibt es Deiner Meinung nach einen Beweis dafür? Absolut, jeder Mensch hat einen freien Willen. Der Beweis meiner Meinung nach dafür ist, dass es leider viele Menschen gibt, die nicht begreifen, dass die meisten Entscheidungen in ihrer Eigenverantwortlichkeit liegen und nicht in den Händen anderer – demnach im freien Willen eines jeden/einer jeden von uns. Es ist eben oft leichter, Opfer, Marionette oder Mitläufer zu sein als selbst verantwortlich für das, was man tut.

Das gibt es beruflich Neues bei mir: eine Deutschlandtournee mit einem Kinderweihnachtsmusical

 

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About the Author

Ich bin freiberuflicher Journalist in Österreich (I’m a freelance journalist in Austria) – und wie das bei Journalisten so ist, schreibe ich über alles (naja, fast alles) lieber als über mich selbst. In meinem Fall: Kultur, Pop, Popkultur – und alles, was dazwischen liegt. Weil man Lifestyle, Musik, Film, TV, Gesellschaftskritik, Politik und Gossip nun mal nicht trennen kann. Weil Populärkultur der Spiegel der Gesellschaft ist. Und weil ich als Journalist der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten will. Man könnte auch sagen: Popkultur mit Niveau. Infotainment vom Feinsten.



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