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Published on Oktober 19th, 2017 | by Manuel Simbürger

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Sigi, mach mir das Wetter!

Sigi Fink macht jedes Wetter sexy. Und zeigt, wie die eigene Person zur Marke wird.

Sind Sie Ö3-HörerIn und auch recht viel auf Facebook unterwegs? Dann sind Sie sicher auch schon über das rege Treiben auf der offiziellen Facebook-Seite von Ö3- und ORF-Wettermann Sigi Fink gestolpert. Dass der 33-jährige Südtiroler kein Kind von Traurigkeit ist und wirklich an jedem Tag gut gelaunt zu sein scheint, beweist er regelmäßig bei seinen Radio- Wettermoderationen, die er mit von ihm kreierten Wortschöpfungen wie „fetzblauer Himmel“ und Tiroler-Dialekt regelmäßig auflockert.

Und weil schon Wetter-Urgestein Andreas Jäger bewiesen hat, dass man als Wetteransager (gähn!) nur dann von sich reden macht, wenn man die eigene Person zur Marke hochstilisiert, postet Fink was das Zeug hält und zeigt sich dabei genauso kreativ wie in seinen Moderationen: Neben Fotos von heranziehenden Gewitterwolken oder schneebedeckter Wiese gibt’s Live-Übertragungen aus dem Ö3-Studio genauso wie private Bilder, die den Sigi beim Wandern, Sonnenbaden, Sport machen, Tiere-Liebhaben, U-Bahn-Fahren, Weintrauben-Essen, Marmelade-Einkochen oder beim Kasperl-Machen mit KollegInnen zeigen. Dabei lässt er gerne seine Muskeln spielen und gewährt schon mal halbnackte Einklicke, denn während Jäger noch die Nerd-Schiene bediente und vor allem schmachtende Schwiegermütter und Wissenschaftsfans zum Seufzen brachte, setzt Sigi, immerhin überzeugter Vertreter der Sporno-Generation, voll und ganz auf die altbewährte, aber doch immer wieder effektive Mischung aus “You can look but not touch”-Sexyness und Lausbuben-Charme. Womit sich nicht nur das mieseste Wetter, sondern auch und vor allem die eigene Person bestens vermarken lässt. Leisten kann er sich’s ja, der Muckibuden-Fan. Das weiß Fink.

Genauso, dass das Wetter allseits beliebter Gesprächsstoff ist, weshalb er beinahe jedes seiner Postings mit Wettervorhersagen untermalt, denn darum geht’s ja hier (eigentlich). Fink betreibt auf seiner Seite sogar Wetter-Wurlitzer und erfüllt Wetteranalyse-Wünsche seiner „Follower“. Das kommt an: Die Fangemeinde wächst unaufhaltsam, die Gefällt mir-Klicks seiner Postings sind so gut wie immer im dreistelligen Bereich. Auch der ORF selbst scheint gerade draufzukommen, dass in den eigenen Reihen ein Rohdiamant verborgen liegt: Fink ist einer der Kandidaten der neuen ORF-Herbstshow “Echt jetzt?!”. Wie ihm der Ausflug ins Show-Genre gefällt, werden wir sicher bald auf Facebook erfahren. Ich hab da schon so eine Ahnung.

Plötzlich ist Wetter wieder unterhaltsam und sexy – und hat ein Gesicht bekommen. Eines, mit dem man auch bei tagelangem Regen leben kann.

Der Artikel erschien ursprünglich in der Oktober 17-Ausgabe der Wiener Monatszeitung “Das Wien”.

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Sigi Fink setzt (auch) auf Aufklärung. Das Wetter betrifft uns schließlich alle.

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Sigi liebt Regenbögen.

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Wetteranalyse a la Sigi Fink. Der Sunnyboy weiß, was ankommt.

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Hier will uns Sigi Fink nur sagen: “Heute ist perfektes Wetter für einen Ausflug an den See.” Um mehr geht’s hier gar nicht.

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Der Körper ist sein Tempel: Am Trainingserfolg lässt Fink seine zahlreichen Follower nur zu gerne teilhaben.

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Sporno meets Wetterexperte: Fink ist das Gesicht der neuen Meterologen-Generation.

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Er kann auch ganz seriös, der Sigi Fink. Ein Rohdiamant in den ORF-Reihen.

Fotos: (c) Sigi Fink/Facebook, ORF

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About the Author

Ich bin freiberuflicher Journalist in Österreich (I’m a freelance journalist in Austria) – und wie das bei Journalisten so ist, schreibe ich über alles (naja, fast alles) lieber als über mich selbst. In meinem Fall: Kultur, Pop, Popkultur – und alles, was dazwischen liegt. Weil man Lifestyle, Musik, Film, TV, Gesellschaftskritik, Politik und Gossip nun mal nicht trennen kann. Weil Populärkultur der Spiegel der Gesellschaft ist. Und weil ich als Journalist der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten will. Man könnte auch sagen: Popkultur mit Niveau. Infotainment vom Feinsten.



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