Ein Plädoyer für .... o-OSCARS-SELFIE-facebook

Published on August 24th, 2017 | by Manuel Simbürger

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Ein Plädoyer für Promi-Gossip

Ich freue mich, in der Stadtzeitung DAS WIEN  ab September in meiner “Stargeflüster”-Kolumne ein bisschen etwas über die heimische Prominenz erzählen zu dürfen. Was so passiert in der Welt der Reichen und Schönen und in der Welt jener, die halt zu dieser Welt gehören, obwohl außer sie selbst keiner so genau weiß, wieso eigentlich.

Als ich einer Freundin von meinem Kolumnen-Glück erzählte, lachte sie zuerst mal, bevor ein tadelnder Blick folgte: „Wieso schreibst eigentlich ned über was G’scheits?“ Jetzt bin ich dran mit Belehrend-Dreinschauen: Erstens ist Stars und Sternchen-Unterhaltung nicht immer automatisch bösartig und kann durchaus niveauvoll sein. Zweitens: Klatsch und Tratsch, bitteschön, gehört zu den Grundbedürfnissen der menschlichen Seele, das fängt sogar schon vor der eigenen Haustür an: Das, was der Nachbar schon wieder macht, ist interessanter, als das TV-Kastl hergibt. Tratschen und Klatschen über Stars geht aber über die Neugierde, was auf der anderen Seite des Nachbarzauns geschieht, noch hinaus: Gossip ist der Versuch, hinter die scheinbar perfekte Fassade der Reichen und Schönen, jene, die alles zu haben scheinen, zu blicken – was diese eine Spur menschlicher und uns ein paar Zentimeter größer macht, weil: Aha, geht’s bei denen also auch so zu (oder sogar noch verrückter!)! Es ist auch eine Flucht aus dem Alltag, eine wohlige Unterhaltung inmitten all der Terrormeldungen. Und nicht zuletzt bringt Klatsch die Leut z’amm, denn nichts verbindet mehr, als gemeinsam dreisam zu sein – besonders, wenn der Dritte gerade nicht anwesend ist. Das ist übrigens unabhängig vom Geschlecht: Bei Frauen heißt es Sonntags-Kaffee, bei den Männern Frühshoppen.

In diesem Sinne: Ich freue mich auf viele gemeinsame Gossip-Stunden mit allen DAS WIEN-LeserInnen!

 

 

 

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About the Author

Ich bin freiberuflicher Journalist in Österreich (I’m a freelance journalist in Austria) – und wie das bei Journalisten so ist, schreibe ich über alles (naja, fast alles) lieber als über mich selbst. In meinem Fall: Kultur, Pop, Popkultur – und alles, was dazwischen liegt. Weil man Lifestyle, Musik, Film, TV, Gesellschaftskritik, Politik und Gossip nun mal nicht trennen kann. Weil Populärkultur der Spiegel der Gesellschaft ist. Und weil ich als Journalist der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten will. Man könnte auch sagen: Popkultur mit Niveau. Infotainment vom Feinsten.



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