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Published on Januar 16th, 2016 | by Manuel Simbürger

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Popnography: Was diese Woche in der Welt des Pop los war

Diese Woche war in der Popwelt ganz schön was los. Falls ihr eine dieser Personen seid, die sich mit den unwichtigen Dingen des Alltags auseinandersetzen – wie der Weltpolitik zum Beispiel -, habe ich für Euch hier mal die wichtigsten Infos zusammengefasst, die in den letzten Tagen die Social Media-Kanäle dominiert, bevölkert, verschönert und gehitstormt haben. Weil schließlich geht’s hier um Themen, die die Welt wirklich verändern. Nicht so wie Politik oder so.

Victoria Beckham: Say you’ll be there!

Einmal war sie dabei, dann wieder nicht, dann hat sie geschimpft, dann hat sie wieder alle lieb gehabt: Zahlreiche Online-News-Seiten waren sich nicht einig, ob Kult-Britin Victoria Beckham Teil der Spice Girls-Reunion ist oder eben nicht. Denn, ja: die schärfsten Gewürzmädels, die die Welt je gesehen hat, tun sich heuer anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Girlpower-Hymne „Wannabe“ wieder zusammen und touren durch die Welt (zumindest so lange, bis sie plötzlich keine Lust mehr haben, wir erinnern uns an 2007). Das hat Geri Halliwell, die nun Horn heißt, offiziell verkündet. Freude! Aufschrei! Kreisch! Nur entpuppte sich von Beginn an – Gerüchte einer Wiedervereinigung gab’s ja schon länger – Vicky Beckham als Wildcard: Wird die inzwischen als Designerin höchst Erfolgreiche tatsächlich zu ihren Pop-Ursprüngen zurückkehren – und das, obwohl sie sich in den letzten Jahren mehr und mehr von ihren ehemaligen Kolleginnen distanzierte (weil, oh Gott, wir erinnern uns: Vicky followed Mel B nicht auf Twitter. Mel B, dieser Hitzkopf, lässt sich das nicht gefallen und followed nun auch Vicky nicht mehr. Diese Krise hat die Welt irgendwie überlebt)? Nach unzähligen Spekulationen dann Ende der Woche endlich die Antwort: Vickys Pressesprecher verkündete, dass Beckham ihr Alter Ego „Posh Spice“ endgültig an den Nagel gehängt hat, ihren Frenemies…ähm…Freundinnen aber nichts als Respekt entgegenbringt. Sie möchte sich stattdessen eher auf Familie und Designer-Karriere konzentrieren, heißt es. Aufschrei! Kreisch! Aber diesmal vor Wut: Denn die immer noch zahlreichen Spice-Fans nehmen das Victoria ganz schön übel und machen auf Facebook und Twitter ihren Unmut lauthals Luft. Wie könne sie es wagen, diese Schnepfe, diese eingebildete Kuh, diese Stock-Im-Arsch-Lady?! Schließlich haben sie erst die Spice Girls und – bitteschön – die Fans zu dem gemacht, was sie nun ist (nämlich anscheinend eine Schnepfe, eine eingebildete Kuh, eine Stock-Im-Arsch-Lady)! Okay, stimmt irgendwie. Nur: WTF, GUYS?! Abgesehen davon, dass Victoria doch wohl noch eigene Entscheidungen treffen darf – wieso sollte die Gute denn UM HIMMELS WILLEN tatsächlich wieder ein Spice Girl werden wollen?! Sie hat in den letzten Jahren hart dafür gearbeitet, ihr Image als – untalentiertes! – Popgirlie loszuwerden und eine respektierte Designerin, Geschäftsfrau und Fashion Ikone zu werden. Sie dürfte all die Häme während der Spice-Zeit nicht vergessen haben, all die Stimmen darüber, dass sie nicht singen, nicht tanzen könne, absolut langweilig sei. Wieso sich diesem Spott nochmal aussetzen und dazu noch ihre mehr als eindrucksvolle Fashion-Karriere aufs Spiel setzen?! Und, sind wir uns ehrlich: Victoria Beckham, in Wahrheit nämlich die coolste Sau des Planeten, hat’s weder Publicity- noch Geldes-mäßig nötig, nochmal Lyrics wie „Spice up your life! Every boy and every girl – spice up your life! Aaaaahhhh!“ zu singen – im Gegensatz zu den anderen Ladys …

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Gillian & David: Reunited at last!

Reunion, Teil 2: In nur 7 Tagen ist’s soweit, dann startet die neue, offizielle Staffel des Mystery-Kulthits „The X-Files“. Schon alleine beim Schreiben dieser Zeilen kriege ich eine Gänsehaut (und blicke angsterfüllt über meine Schulter, ob mich der Cigarette Smoking Man eh nicht heimlich aus der dunkelsten Ecke meiner Wohnung beobachtet). Also sind Gillian Anderson und David Duchovny, die lässigsten Agenten vor dem Herren, aktuell auf Promotour. Bräuchten sie nicht, weil die Welt ist sowieso schon auch so außer sich vor Freude, Spannung und orgiastischen Gefühlen. Aber scheinbar macht es ihnen Spaß, denn unbekümmert und fast wie zwei verliebte Teenies turteln, spaßen und quatschen sie in Talkshows und sonstigen Medien, was das Zeug hält. Schön, schließlich gab’s ja paar zwischenmenschliche Probleme zwischen den beiden in den Neunzigern. Aber das ist lange her (schluchz). Wir warten immer noch drauf, dass die beiden auch im echten Leben mal zusammenfinden, weil diese sexuelle Chemie kann man echt nicht leugnen … weshalb Late Night-Gott Jimmy Kimmel auch gleich mal etwas nachgeholfen hat. Priceless.

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Prison Break: Der Ausbruch geht weiter

Reunion, Teil 3: Der US-amerikanische Sender FOX hat nun offiziell bestätigt, was die Spatzen schon länger von Hollywoods Dächern zwitscherten: Die Kultserie “Prison Break” (2006 – 2009) wird fortgesetzt, zumindest im Rahmen einer Miniserie (8 – 10 Folgen). Mit den Originalstars. Heißt: Mit dem hotten Brüderpaar Wentworth Miller und Dominic Purcell. Wo die beiden dieses mal ein- und ausbrechen und ein- und ausbrechen, um dann wieder einzubrechen, damit sie nachher wieder ausbrechen können, und wie Millers Michael Scofield von den Toten zurückkehrt, darauf gab’s natürlich noch keine Antwort. Auch Sarah Wayne Callies alias Sara sowie Robert Knepper alias T-Bag sollen wieder mit von der Partie sein. Zu sehen sein wird das Gefängnisdrama in der TV-Saison 2016/17. Ich freu mich – solange die neuen Folgen die Qualität der ersten Staffel erreichen, denn danach wurde es ein bisserl lächerlich. Wie oft kann man in seinem Leben eigentlich aus Hochsicherheits-Gefängnissen ein- und ausbrechen und ständig auf der Flucht vor böööösen Buben sein?! Zumindest vier Jahre lang durchgehend.

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ESC 2016: Von Geigerinnen über Musicalstars zu Austro-R&B

Bekanntgegeben wurden diese Woche auch die zehn KandidatInnen, die am 12. Februar in orf eins um die Teilnahme beim ESC in Stockholm kämpfen werden. Wer wird Österreich dieses Jahr beim größten Kasperltheater … ähm, Musikwettbewerb Europas vertreten? Oh man, we can’t wait! Aktuell lässt sich noch nicht allzu viel über die KandidatInnen sagen, es scheint aber eine bunte Gruppe von mehr oder weniger vielversprechenden KünstlerInnen zu sein. Am meisten mediales Feedback bekommen momentan „Vorstadtweiber“-Star und Papermoon-Typ-Töchterle Zoe, die dieses Jahr bereits zum zweiten Mal zum ESC-Vorausscheid antritt, als auch Musical- und Dancing Star Vincent Bueno sowie Ex-Miss Austria und Geigerin Celine Roschek. Klar, auf bekannte Namen stürzt man sich. Sieht man sich die Sänger und Sängerinnen aber genauer an – was sich durchaus lohnt -, fällt auf, dass es nicht immer die bekanntesten Namen sein müssen, die vielversprechend klingen: Mir persönlich ist – nicht nur wegen seines Aussehens, thank you very much – Soulsänger Sankil Jones ins Auge gesprungen, der Österreich beim ESC als „musikalisch vielfältiges Land“ präsentieren will, in New York aufwuchs und endlich mal als lebender Beweis herhalten kann, dass richtig guter R&B-Pop auch aus Österreich stammen kann. Okay, zugegeben: Dass ich Jones’ Karriere schon seit längerem verfolge und deshalb weiß, was er drauf hat, hilft da natürlich auch. Gespannt bin ich aber auch auf Orry Jackson, der ebenso Soul auf der ORF-Bühne präsentieren möchte und mit guter, aber doch etwas zu glatter Stimme ohne Ecken und Kanten daherkommt. Noch dazu gab’s gegen den ORF Schummelvorwürfe, was die Wildcard betrifft. ORF und Schummeln?! Da werden vorher noch die X-Akten nochmal eröffnet. Ups.

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Fuller House: Im Haus wird’s tatsächlich richtig full

Inzwischen dürften es alle gecheckt haben: Reunions und Remakes von Achtziger- und Neunziger-Hits stehen in Hollywood derzeit hoch im Kurs. Weshalb es diese TV-Saison auch ein Wiedersehen mit der Tanner-Family gibt, wohl jener TV-Familie, mit der uns die größte Hassliebe verband (okay, abgesehen von den himmlischen Camdens natürlich). Netflix, das für das Remake “Fuller House” verantwortlich zeichnet, stellte diese Woche den ersten Trailer online, der die Spannung weiter in die Höhe treiben soll. Hat funktioniert, zugeben. Der Teaser-Trailer ist nur 15 Sekunden lang und wirkt wie ein lebendig gewordenes Familienporträt. Viel Gewusel, viel Familie. Wir bekommen das erste Mal die Kids von D.J., Stephanie und Kimmy zu sehen, die Töchter selbst sind zu sexy jungen Frauen geworden. Ein Wiedersehen mit Onkel Jesse und Co. gibt’s auch, mit den Olsen-Zwillingen nicht, die werden nämlich nicht dabei sein (vielleicht haben die sich ja mit Vicky Beckham bequatscht!). Die bekannte Titelmelodie erklingt in abgewandeltem Sound und wir sind alle plötzlich richtig nostalgisch. Am 24. Februar geht’s los. Der Knaller wird’s nicht, aber egal, eine liebevoll-verrückte Reise zurück in die Kindheit ist’s auf jeden Fall.

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Friends: Reunion, das keine ist

Okay, okay, einmal geht’s noch: Diese Woche war die ganze Welt außer sich, weil endlich – ENDLICH – eine FRIENDS-Reunion ansteht. Und nicht nur so eine halberte, wo man sich gegenseitig in der TV-Serie des jeweils Anderen besucht und so auf gute Quoten hofft, sondern so eine richtige Reunion. Jennifer Aniston, Lisa Kudrow und Co. werden alle zusammen wieder vor der Kamera stehen. In ihren alten Rollen, als Rachel, Phoebe, Monica, Chandler, Joey und Ross. Heißt es. Überall. Stimmt nur irgendwie nicht (was aber inzwischen eh schon immer mehr User checken): Denn was gerne von zahlreichen Medien als “Mega-Reunion” beworben und bezeichnet wird, ist vielleicht mega, aber sicher keine Reunion. Denn Aniston und Konsorten werden Ende Februar einfach nur allesamt in einem TV-Special über den verstorbenen Regisseur James Barrows, der auch für einige Folgen der Kultcomedy verantwortlich zeichnete, auftreten. Nur: Erstens werden die Stars wahrscheinlich gar nicht in einer gemeinsamen Szene zu sehen sein. Zweitens ist noch nicht mal sicher, ob sie in ihre alten Rollen schlüpfen werden. Und drittens, Vicky und die Olsen-Twins lassen grüßen: Nicht alle der Friends werden mit von der Partie sein. Matthew Perry nämlich hat als einziger abgesagt. Nicht wegen Beef oder Geldstreitigkeiten, sondern aus terminlicher Zwangslage: Er ist in London und probt für sein kommendes Theaterstück. Also bitte, liebe Medien und auch einige Fans: Strapaziert den Begriff Reunion nicht über. Ach ja, übrigens: Eine “Will & Grace”-(Pseudo-)Reunion wird es in diesem TV-Special auch geben. Sowie von einigen anderen Serien. Nur irgendwie interessiert das keinen.

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Sie sind von uns gegangen

Diese Woche sind zwei bekannte Gesichter von uns gegangen: Der britische Superstar Alan Rickman, vor allem bekannt als Professor Snape aus den „Harry Potter“-Filmen, als auch Rene Angelil, der Ehemann von Superstar Celine Dion, sind verstorben. Beide Männer erlagen nach jahrelangem Kampf ihrem Krebsleiden. Hier lasse ich meinen Sarkasmus weit hinter mir und sage ehrlich: R.I.P.

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Emma Watson: Sie hat’s doch nicht böse gemeint

Diese Woche war Emma Watson-Week. Für mich, zumindest. Zuerst trat ich eine Heldenreise nach London an, um die derzeit angesagteste 25-Jährige der Welt zu ihrem neuen Film zu interviewen. Kaum wieder zurück in good old Austria, erlebe ich einen Social Media-Shitstorm, der den von Beckham zu einem Lüftchen degradiert: Nach dem Tod Rickmans twitterte Watson ein Foto von ihm, versehen mit einem Zitat des Schauspielers über Feminismus. Zusammen mit dem Hashtag #heforshe, der Feminismus-Kampagne, die von Watson ins Leben gerufen wurde. Mehr hat die WWW-Gemeinde nicht gebraucht: Wie sie nur könne, die Emma, einen Toten für ihre Zwecke, für Werbung zu missbrauchen! Plötzlich war Watson nicht mehr Everybody’s Darling und ziemlich unten durch, was irgendwie ziemlich surreal ist. Dass sie unmittelbar nach diesem Foto etliche Tweets veröffentlichte, in dem sie Rickman gebührend Tribut zollte, wurde irgendwie gewissentlich ignoriert. Und dass das an sich nix schlimmes ist, wenn man einen Verstorbenen mit einer persönlichen Herzensangelegenheit in Verbindung bringt, sondern eigentlich genau das Gegenteil der Fall ist, verstehen die meisten User irgendwie auch nicht – oder wollen es nicht verstehen …

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AHS Hotel: Der Spuk hat ein Ende

Vergangenen Dienstag flimmerte das Staffelfinale von „American Horror Story: Hotel“ über die Bildschirme. Es sei nur so viel verraten: Die groteske Gruselgeschichte endet so verrückt (böse Zungen würden an dieser Stelle von „grottenschlecht“ sprechen), wie sie begonnen hat. Und was für eine Achterbahnfahrt wir hinter uns haben! Dämonen-Vergewaltigungen, Blutbäder, ein nackter Matt Bomer, eine vollkommen irre Angela Bassett, ein grandios aufspielender Evan Peters, eine wieder mal sich selbst übertreffende Sarah Paulson, eine vollkommen fehlbesetzte Chloe Sevigny, eine durch und durch wirre Story, eine Eighties-Slasher-Atmosphäre und natürlich eine alles überschattende Lady Gaga, die für ihre Rolle als Vampirmama sogar den Golden Globe bekam. Wieso, darüber hat uns auch das Staffelfinale keine Antwort gegeben. Vielleicht war die Globe-Jury ja auch irgendwie von Dämonen besessen oder sowas.

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Justin Bieber: Er ist auch nur ein Mann … irgendwie

Zum Abschluss, nämlich erst am Wochenende, machte Pop-Gschropp Justin Bieber von sich reden – wiedermal. Aber diesmal war’s mir ganz Recht, weil’s nämlich um ein Instagramfoto ging, das Justin, nur in Calvin Kleins bekleidet und sich selbst unsittlich berührend, schlafend im Bett zeigt. Und, auch wenn ich es hasse, es zuzugeben: Das einstige Milchbubi wird mehr und mehr zum Mann. Also in etwa. Ein bisserl. Ungefähr. Den Titel „Hunk“ hat er sich mittlerweile zumindest verdient und auch die Online-Community schnappte mal lautstark nach Luft, als das Foto des Biebers im Winterschlaf viral ging. Justin, dieser sexy Junge! Jetzt kommt nur noch, dass wir irgendwann auch noch seine Songs toll finden. Nein, da wird Gaga vorher noch als Schauspielerin ernst genommen. Verdammt.

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Fotos: Instagram, Fox, Netflix, ORF, Instagram, Facebook, FX, Tumblr, ORF

 

 

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About the Author

Ich bin freiberuflicher Journalist in Österreich (I’m a freelance journalist in Austria) – und wie das bei Journalisten so ist, schreibe ich über alles (naja, fast alles) lieber als über mich selbst. In meinem Fall: Kultur, Pop, Popkultur – und alles, was dazwischen liegt. Weil man Lifestyle, Musik, Film, TV, Gesellschaftskritik, Politik und Gossip nun mal nicht trennen kann. Weil Populärkultur der Spiegel der Gesellschaft ist. Und weil ich als Journalist der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten will. Man könnte auch sagen: Popkultur mit Niveau. Infotainment vom Feinsten.



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