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Published on August 28th, 2013 | by Manuel Simbürger

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Batman: Welche Stars passender sind als Ben Affleck

Affleck als neuer Batman? Sorry Hollywood, aber das geht besser!

Vor wenigen Tagen wurde es bekannt: “Argo”-Alleskönner und “Daredevil”-Peinlichkeit Ben Affleck wird im kommenden “Man of Steel”-Streifen die Rolle des Batman übernehmen. Man of Steel, ist das nicht Superman? Genau. Aber in der Überdrüber-Comicverfilmung sollen die beiden Superhelden aufeinandertreffen (wie sie es auch schon in Comics häufig getan haben). Und sogar gegeneinander kämpfen. Ob das die Welt (und das Kinopublikum) wohl aushält? Aber zugegeben, ich bin gespannt.

Dass Affleck den neuen Batman spielen wird, ist allerdings in Fankreisen nicht sehr gut angekommen. Es wurde sogar eine Internet-Petition gestartet, die in weniger als 24 Stunden mehr als 30.000 Unterschriften sammeln konnte – die wurde im Weißen Haus abgegeben, sodass Obama höchstpersönlich verhindert, dass Affleck den neuen Batman gibt.

Zugegeben, nach dem Megaerfolg der “Dark Knight”-Trilogie hat der Christian Bale-Nachfolger per se einen schweren Start. Zu überzeugend war Bale als Batman, eine zu perfekte Batman-Welt hat Regisseur Christopher Nolan erschaffen, sodass man es schwer hat, ein anderes Gesicht hinter der Fledermausmaske zu akzeptieren.

Und Affleck zu akzeptieren, ist halt noch schwerer. Es mag unfair sein, aber immer noch denkt man bei ihm an die Superflops “Gigli” und “Jersey Girl”, in der Affleck als Schauspieler nach allen Regeln der Kunst versagt hat. Auch den Superhelden-Film “Daredevil”, in dem Affleck die Hauptrolle gab, konnte der Schauspieler nicht tragen. Schon lange weiß man in Hollywood, dass Affleck ein besserer Regisseur als Schauspieler ist. “Er macht nur deshalb Regie, damit er sich selbst die guten Rollen geben kann”, meinen da böse Zungen gar.

Und es stimmt schon: Affleck ist ein kreativer Geist, was er auch schon oft unter Beweis gestellt hat – aber vor allem hinter, und nicht vor der Kamera. Gerade Batman ist eine Rolle, die ein gesamtes Franchise hinter sich hat und die einen Schauspieler erfordert, der mit einer Mischung aus körperlicher Präsenz, schauspielerischen Höchstleistungen und einem gewissen Mut zur Selbstironie den Film tragen kann. Versagt er, kann er das gesamte Franchise zu Fall bringen. Sogar große Stars sind daran schon gescheitert: George Clooney, eigentlich Klasse A-Schauspieler, ist als Batman gnadenlos auf die Nase gefallen. Und es hat ganze acht Jahre gedauert, bis man sich nach “Batman and Robin” (genau: der Streifen, in dem Schwarzenegger als Mr. Freeze so schlecht war, dass es schon wieder eine lustige Note hatte) an einen neuen Batman-Film wagte.

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Nur, Christian Bale will halt nicht mehr. Und Affleck, das haut einfach nicht hin. Wen also sonst in das Fledermaus-Kostüm schicken?

Ryan Gosling: Der Alleskönner wäre meine erste Wahl. Weil Gosling einfach alles kann, einen sensiblen Herzensbrecher genauso spielen wie einen arroganten Schönling oder einen draufgängerischen Kämpfer mir Herz, aber dunkler Seite. Womit Batman alias Bruce Wayne eigentlich bereits erklärt wäre. Mit Gosling hätte man auch die Gelegenheit, das weibliches Publikum an das Batman-Genre zu binden. Gosling hat eine Leinwandpräsenz, die ihn zu einem der Größten seiner Zunft macht. Und dass er Typen spielen kann, die mit großen Worten nicht viel anfangen können, hat er bereits in “Drive” und “The Place Beyond the Pines” eindrucksvoll bewiesen.

Joe Manganiello: Physisch auf jeden Fall ein toller Batman, der sich vom eher schlaksigen Christian Bale abhebt und Batman einen männlicheren und animalischeren Touch gibt. Ob seine schauspielerischen Leistungen aber genügen, das muss hinterfragt werden. In “True Blood” und “Magic Mike” hatte Manganiello noch nicht die Möglichkeit, sein gesamtes schauspielerisches Spektrum zu zeigen. Vielleicht überrascht er uns aber auch alle. In “HIMYM” hat er schließlich auch überzeugend und für alle überraschend gezeigt, dass er sogar eine sehr humorvolle Seite hat. Wäre eventuell ein besserer Batman, als man glauben mag.

Channing Tatum: Auch hier würde es sehr viel Aufregung geben, würde Tatum als neuer Batman verkündet werden. Klar: Spätestens seit “Magic Mike” ist der muskelbepackte Schauspieler allen Männern dieser Welt ein Dorn im Auge. Allerdings ist Tatum im Kömodienfach genauso zuhause wie im Drama- und vor allem Actiongenre. Er gilt als zurzeit heißester Jungschauspieler Hollywoods (nach Gosling) und hat eindeutig mehr Talent, als man ihm zutraut. Die Kampfszenen wären für den Actionerfahrenen Schauspieler kein Problem und den Playboy Bruce Wayne nimmt man Tatum auf den ersten Blick ab.

Joseph Gordon-Levitt: Nein, bitte nicht! Das Bubi ist ein guter Robin, keine Frage, aber sicher kein lebenserfahrener Batman.

Johnny Depp: Wäre auf jeden Fall eine interessante (wenn auch unrealistische) Wahl. Und wenn Depp es schafft, seine verrückte Seite mal für einen Film zur Seite zu schieben und den sexy, rauen Bad Boy in ihm rauskehrt, könnte das sogar was werden. Batman würde auf jeden Fall eine andere Farbe bekommen.

Jeremy Renner: Okay, der Gute ist sowieso schon Teil von “Marvel’s The Avengers”. Abgesehen davon wäre Renner eine sichere und solide Wahl, der ähnlich wie Daniel Craig bei “James Bond” zwar anecken, aber schlussendlich eine gute Leistung abliefern würde. Katapultiert das Batman-Franchise nicht in neue Höhen, versenkt es aber auch nicht.

Jake Gyllenhaal: Für mich ebenso wie Gosling eine Top-Wahl. Wie Gosling und Depp ist Gyllenhaal sehr wandlungsfähig und hat auch schon mehrmals (nicht zuletzt dank seines muskelbepackten Körpers) in Actionfilmen brilliert. Gyllenhaal kann überraschend hart rüberkommen, vergisst dabei aber nie auf seine sensible Seite, die er gekonnt in allen Szenen durchscheinen lässt. Und eine sexy Fledermaus wäre er noch dazu.

Gerald Butler: Der “300″-Hühne kann auf jeden Fall alles kurz und klein schlagen. Wäre für mich ebenso ein guter Batman, wenn er es schafft, die Fans Streifen wie “PS: I Love you” oder “The Naked Truth” vergessen zu lassen. Butler repräsentiert ultimative Männlichkeit, was für die Rolle des Batman nicht unwesentlich ist. Könnte klappen.

Mark Wahlberg: Ist vielleicht etwas zu sehr der “Hau-drauf”-Bruder mit einem zu starken Proll-Touch. Als Bruce Wayne würde Wahlberg die Tiefe und die innere Zerrissenheit fehlen. Gleichzeitig würde er ihm aber auch eine gewisse Härte und Streetcredibilty verleihen. Im Großen und Ganzen aber: eher nein.

James Franco: Nicht lachen. Franco könnte genauso wie Christian Bale überraschen. Er ist Charakterdarsteller, für den die besagte innere Zerrissenheit von Bruce Wayne kein Problem wäre. Mit ein bisschen (viel) Training könnte er auch die geforderte psychische Präsenz erreichen. Aber wahrscheinlich ist Franco dann doch eher Spiderman als Batman.

Jensen Ackles: Bin vielleicht nur ich. Wahrscheinlich. Aber wer “Supernatural” ein paar Staffeln verfolgt hat, weiß, dass in Ackles so einiges steckt, das noch entdeckt werden muss.

Als Gegner von Batman (und meinetwegen auch Superman, aber der ist mir irgendwie egal) könnte ich mir sehr gut Kevin Spacey, John Cusack, Julian McMahon, Eric Dane, Michael Fassbender, Jeremy Piven, Christoph Waltz, Vin Diesel oder Dwayne Johnson vorstellen – allesamt eine Mischung aus Männlichkeit, Verruchtheit, Sexyness, Charme und Kälte. Alles eben, was ein guter Bösewicht braucht.

Und, irgendwann mal: wer wäre ein guter Robin? Hier mal ein paar Vorschläge:

Zac Efron
Joseph Gordon-Levittt
Chace Crawford
Alex Pettyfer
Andrew Garfield
Emma Watson (als Batgirl)

Und Meryl Streep als weiblicher Alfred. Oder gleich als Batman. Weil die eh alles spielen kann.

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About the Author

Ich bin freiberuflicher Journalist in Österreich (I’m a freelance journalist in Austria) – und wie das bei Journalisten so ist, schreibe ich über alles (naja, fast alles) lieber als über mich selbst. In meinem Fall: Kultur, Pop, Popkultur – und alles, was dazwischen liegt. Weil man Lifestyle, Musik, Film, TV, Gesellschaftskritik, Politik und Gossip nun mal nicht trennen kann. Weil Populärkultur der Spiegel der Gesellschaft ist. Und weil ich als Journalist der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten will. Man könnte auch sagen: Popkultur mit Niveau. Infotainment vom Feinsten.



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